Fördermaßnahmen

Förderkonzept der Melibokusschule Alsbach-Hähnlein

Pädagogische Grundsätze

Das Förderkonzept gilt als Vereinbarung über pädagogische Maßnahmen und Förderangebote unserer Schule für das gesamte Kollegium und unterstützt somit die Kontinuität der Unterrichts- und Erziehungsprozesse der Melibokusschule.

Der Unterricht richtet sich nach den Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer  Schüler und Schülerinnen. Die Entwicklung persönlicher Kompetenzen ist neben der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten wesentliches Erziehungsziel in allen Jahrgangsstufen. Ein grundlegendes Förderprinzip ist dabei, ihre individuellen Bedürfnisse und Lernwege zu verstehen und zu berücksichtigen.

Leitlinien für unser pädagogisches Handeln sind die schnellst mögliche Feststellung des nötigen Unterstützungsbedarfes, die kontinuierliche Förderung bedürftiger Schüler und Schülerinnen sowie die Kooperation aller Beteiligten.

Inhalt und Ziel des Förderkonzeptes
Die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers / jeder einzelnen Schülerin  bezieht sich auf zwei grundlegende Bereiche:

1.  Individuelle Förderung zur Erweiterung von Stärken und Kompetenzen
2.  Individuelle Förderung zur Kompensation von Defiziten und Schwächen

Beide Bereiche beziehen sich jeweils auf das Arbeitsverhalten, das Sozialverhalten sowie die fachliche Förderung  jedes einzelnen Schülers / jeder einzelnen Schülerin.      
 
Ziel des Förderkonzeptes ist die Ermöglichung einer bestmöglichen Entwicklung für jeden Schüler / jede Schülerin.

Katja Collatz, Juni 2012

Hauptfachförderung an der Melibokusschule:



Fördermaßnahmen DaZ – Deutsch als Zweitsprache

Etwa jeder fünfte Schüler und jede fünfte Schülerin der Melibokusschule spricht in der Familie eine andere Sprache als Deutsch. Für sie bieten wir DaZ-Förderung in unterschiedlichen Kursen an, deren gemeinsame Aufgabe die Integration, Persönlichkeitsstärkung und der schulische Erfolg ist.
Unser Handeln beruht auf dem schuleigenen Sprachförderkonzept, das das schulische Zusammenleben und die Kooperation der Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft anstrebt und die interkulturelle Kompetenz stärkt.
Das Hauptziel unserer Fördermaßnahmen ist, den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintegrund einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Abschluss zu ermöglichen.

 Zur Deutschförderung gibt es Kurse unterschiedlicher Dauer und Intensität:

Intensivklasse für Seiteneinsteiger ohne Deutschkenntnisse
Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier ca. 20 Stunden Deutschanfangsunterricht pro Woche. Diese Lerngruppe, die aus maximal 12 Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten besteht, ist alters- und leistungsheterogen zusammengesetzt. Zusätzlich zum Unterricht in der Intensivklasse werden die Schülerinnen und Schüler dem Regelunterricht einer Klasse zugeordnet, damit sie sich in das deutsche Schulsystem hineinfinden, sich in die Schule integrieren können, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Lehrkräfte kennen lernen und so von Anfang an in eine Regelklasse hineinwachsen. Nach etwa 1 ½ Jahren erreichen sie das Sprachniveau A2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen und sind auf Deutsch so weit sprachhandlungskompetent, dass sie vollständig am Regelunterricht teilnehmen können.

Weiterführender DaZ-Kurs für Fortgeschrittene
Schülerinnen und Schülern, die nach längstens 1 ½ Jahren den Unterricht in der Intensivklasse abgeschlossen haben, besuchen zusätzlich zum regulären Unterricht einen Deutschkurs mit vier Wochenstunden, den sie möglichst nach eineinhalb bis zwei Jahren mit einem Zertifikat auf dem Niveau B1 oder sogar B2 beenden.

DaZ-Förderunterricht  
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die bereits die Grundschule durchlaufen haben oder die in Deutschland geboren sind, aber noch Defizite in der Schriftsprachlichkeit aufweisen, erhalten zusätzlich zum regulären Unterricht zwei Stunden Förderunterricht mit dem Schwerpunkt Lesekompetenz.

In allen Sprachförderkursen tragen individuelle Lernprogramme und differenzierte Unterrichtsformen mit Einbeziehung moderner Medien zur individuellen Förderung der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers bei.
Zur Umsetzung des Sprachförderkonzepts arbeitet unsere Schule seit 2007 mit dem Fachgebiet Mehrsprachigkeit/DaZ der TU Darmstadt zusammen. Daraus resultiert für den Fachbereich Deutsch als Zweitsprache eine unterstützende Vernetzung von Unterricht, Lehrerausbildung und Forschung.

 

Thema: 
Impressum Entwicklung und Umsetzung: Computer Development & Consulting